Kleine Decke für… bald!

Na klar, für Weihnachten! Ja, Weihnachten kommt schneller, als man denkt. Aber so schnell dann auch nicht, und die erste Decke ist schon fertig. Überhaupt meine erste Weihnachtsdeko aus Patchwork. Das Muster hat mir auf Anhieb gefallen, als die ersten Decken in unserer Gruppe gepostet waren. Also habe ich zusammen in der Bestellung mit dem Vlies und Rückseitenstoff für meinen Medaillon-Quilt auch ein paar Stücke Weihnachtsstoff mitbestellt. Ob die so gut zusammen passen, war mir noch nicht ganz klar, aber irgendwie wird das schon.

Also, die Anleitung kommt von The Crafty Quilter und kommt als Keksteller-Krümel-Auffänger daher. Kekse oder Plätzchen haben wir dieses Jahr noch nicht gebacken, aber das kommt auf jeden Fall noch. Bei der Stoffauswahl habe ich mich dann einigermaßen an der Vorlage orientiert, allerdings sind meine Rot-Töne näher aneinander, und das Grün deutlich kräftiger. Das Zuschneiden und Nähen ging eigentlich ziemlich fix, die beiden Techniken (Half-Square-Triangle und Square-In-A-Square) habe ich nach dem Medaillon doch irgenwie drauf 🙂 .

Danach gefiel mir die Farbzusammenstellung allerdings nicht wirklich gut. Die dunkelgrünen Quadrate waren sehr aufdringlich, der Stern schien eher wie ein Plus, da die beiden Rot-Töne im Stern kaum zu unterscheiden waren. Als ich das Top dann aber eine halbe Stunde später mal auf einen normalen Tisch gelegt habe, war es zwar immer noch lange nicht perfekt, aber durchaus brauchbar. Also entschloss ich mich, es fertig zu machen.

Da es kam, dass ich einige Stunden außer Haus Zeit zur Verfügung hatte, habe ich mir kurzerhand überlegt, ich könnte die Decke ja mal per Hand quilten. Bisher habe ich nur mit der Nähmaschine gequiltet, und dafür normales Nähgarn benutzt. Darum hatte ich noch keine Ahnung, was an Material zum Handquilten benutzt werden kann. Eine kurze Nachfrage bei meinen Patchwork-Bekannten ergab, nein, kein normales Nähgarn. Ob ich vielleicht Perlgarn oder Stickgarn da hätte? Damit wäre z.B. Big Stitch Quilting möglich. Also im Prinzip sehr große Quilt-Stiche machen. Und noch der Rat, möglichst mindestens so viel Abstand von der Naht zu halten, wie die Nahtzugabe breit ist.

Ja, ich habe tatsächlich noch Perlgarn da. Ich glaube zumindest, dass es so was ist. Ist seit mehr als 20 Jahren in meinem Besitz, ich vermute ich habe es sogar noch von meiner Großmutter. Damals habe ich Freundschaftsbänder damit geknüpft.

Ich habe mich dann dazu entschieden, die Stern-Teile abwechselnd mit rot und weiß zu quilten, und außen um den Stern in grün. Die erste Herausforderung war, das nicht ganz dünne Garn in die Nadel einzufädeln. Gibt es eigentlich auch stabilere Einfädelhilfen? Oder habe ich die falsche Nadel? Das muss ich irgendwann noch mal klären. Als nächstes wie den Faden vernähen am Anfang? Knoten machen und feste in den Stoff ziehen ist auch eher nicht möglich, wieder wegen zu dick. Ich habe dann jeweils außen an den Sternecken angefangen, und konnte so zwischen Top und Vlies einstechen, und der Knoten war dann schon da, wo er hin sollte.

Ach so, als Vlies habe ich übrigens Thermolam genommen. Musste ich ein bisschen Stückeln, aber das ging prima, zwei Stücke mit einem mittelgroßen Zickzack-Stich zu verbinden. Der Rückseitenstoff wurde dunkelblau. Also, quilten. Es wurde natürlich nicht gleichmäßig, aber das habe ich auch nicht erwartet. Am Anfang waren viele Stiche zu kurz, aber ich habe schnell rausgekriegt, dass vorne der Stich recht kurz sein kann, der hinten etwas länger. Dann sieht es gut aus. Durch das dicke Garn war es allerdings nicht wirklich einfach, alles mit Nadel durch den Stoff zu kriegen. Dabei merkte ich dann auch, warum mindestens Nahtzugaben-Abstand von der Naht. Je mehr Stoff-Lagen, desto unmöglicher wurde es.

Aber es hat geklappt, und mir gefällt es!

Am Ende der Runde habe ich den Faden dann wieder zwischen Top und Vlies gezogen, und nah an der Einstichstelle einen Knoten hingezogen. So ging es mit allen acht Zacken, und dann noch einmal ganz herum in grün. Die größeren Ecken haben dann noch einen Stern in weiß bekommen. Der erste wurde noch ein bisschen durcheinander auf der Vorderseite, aber mit ein bisschen aufpassen überkreuzen sich dann auch keine Fäden mehr.

Das Binding wollte ich recht schmal machen, allerdings werde ich es nächstes Mal nicht mehr SO schmal machen. War doch schon etwas friemelig. Ich dachte mir, es soll so breit werden wie eine Nahtzugabe, also 1/4 Inch. Das brauche ich einmal zum annähen, und dann für jede Seite. Macht 3/4 Inch, und das ganze doppelt gelegt 1 1/2 Inch. Auf die Hälfte gebügelt, habe ich es dann doch etwas knapper als 1/4 Inch angenäht, und so ging es so eben umzuschlagen über die Naht. Aber es ging. Angenäht habe ich es dann per Hand, das geht auch jedes Mal besser. Das war sicherlich nicht die letzte Decke davon!

Heute verlinkt bei der lieben Ingrid, mit der ich in den letzten Tagen so toll gemailt habe. Ich schulde dir noch eine Antwort! 🙂

Ein Gedanke zu „Kleine Decke für… bald!

  1. Sehr hübsch das Deckchen und eine schöne Idee mit dem Handquilten – mir gefällt ja ehrlich gesagt jetzt die Rückseite noch besser wie die Vorderseite … irgendwie habe ich das Gefühl ich müsste mir mal ein Jahr frei nehmen und dann wirklich alles ausprobieren :-). Wobei so ein Deckchen hätte ja eine gute Anfängergröße … LG Ingrid

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